Aus der Gemeinderatssitzung vom 19.02.2018

Stadtbaumeister Gerhard Heinz nach fast 30 Dienstjahren in "Teil-"Ruhestand - Fachbereichsleiter Thomas Lachnicht wechselt nach Gernsbach

Die erste Gemeinderatssitzung im neuen Jahr 2018 war mit Tagesordnungspunkten gut gefüllt und gleichzeitig mit der Bekanntgabe von zwei personellen Veränderungen verbunden.
 
Nach fast 30 Dienstjahren bei der Stadt Kuppenheim ging Stadtbaumeister Gerhard Heinz zum 01.02.2018 in den "Teil-"Ruhestand. Gerhard Heinz wechselte 1988 von der Deutschen Bundesbahn zur Stadtverwaltung und trat am 01.04.1988 seinen Dienst beim Nachbarschaftsverband Bischweier-Kuppenheim an. Zum 01.01.1992 erfolgte dann der Wechsel zur Stadt. Dort baute er das Stadtbauamt auf und brachte seine Erfahrungen als Bauzeichner und Bauingenieur ein. Seit vielen Jahren ist er Vorsitzender der Bauamtsleiter beim Städtetag in der Städtegruppe C und Mitglied im Prüfungsausschuss für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst. Zahlreiche Bauprojekte in Kuppenheim und Oberndorf wurden von Stadtbaumeister Heinz geplant und betreut. Unzählige Bürgerinnen und Bürger hat er in baulichen Angelegenheiten beraten.
Gerhard Heinz hat jedoch noch nicht ganz seinen Schreibtisch im Rathaus verlassen. Er wird weiterhin in Teilzeit den Neubau der Veranstaltungshalle betreuen. Seine großen Erfahrungen können damit in dieses wichtige Projekt mit einfließen.
Bürgermeister Mußler bedankte sich im Namen der Stadt Kuppenheim, dem Gemeinderat, den Kolleginnen und Kollegen, aber auch ganz persönlich bei Gerhard Heinz für seine Zuverlässigkeit, Loyalität und auch stets für sein verantwortungsbewusstes Handeln. Die große "offizielle" Verabschiedung soll erst nach Fertigstellung der Veranstaltungshalle erfolgen. In seiner Ansprache betonte Gerhard Heinz, dass er stets mit viel Freude seine Arbeit gemacht hat. Er bedankte sich bei seinen Kolleginnen und Kollegen, dem Gemeinderat und Bürgermeister Mußler für die große Unterstützung in all den Jahren.


Zum 01.02.2018 übernahm der bisherige stellvertretende Bauamtsleiter, Stefan Keßler, den Fachbereich Bauen. Stefan Keßler kam im März 2015 zur Stadt Kuppenheim. Zunächst übernahm er die Bereiche Tiefbau und Bauhof. Nun erwartet Stefan Keßler als Leiter des Fachbereichs Bauen ein vielfältiges Aufgabengebiet rund um das Bauwesen in Kuppenheim. Stefan Keßler leitet ein Team von 4 Kolleginnen und ist Vorgesetzter für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des städtischen Bauhofs.
 
Vertreten wird Stefan Keßler von Ina Werner, die ebenfalls im März 2015 ihren Dienst bei der Stadt Kuppenheim antrat und bis Ende Januar 2018 stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Zentrale Dienste war. Ina Werner ist u. a. verantwortlich für die Bauleit- und Flächennutzungsplanung, ökologische Ausgleichsmaßnahmen, Bearbeitung von Baurechtsfällen und Geschäftsstelle Streuobstinitiative. Auch das Projektmanagement zum Neubau der Veranstaltungshalle gehört zu ihren Aufgaben.
 
Bürgermeister Mußler wünschte der neuen Leitung des Fachbereichs Bauen ein gutes Gelingen für die kommenden Aufgaben und Herausforderungen.


Des Weiteren verabschiedete Bürgermeister Mußler den bisherigen Fachbereichsleiter, Thomas Lachnicht. Er kam im März 2011 zur Stadt Kuppenheim und übernahm als stellvertretender Hauptamtsleiter die Aufgabenfelder Kindergärten, Schulen, Wahlen und Ordnungsverwaltung. Im Juni 2011 wurde Thomas Lachnicht zum Grundbuchratsschreiber ernannt. Als es im Jahr 2013 zu einer Umorganisation in der Verwaltung kam, wurde Thomas Lachnicht im Juli 2013 der persönliche Referent des Bürgermeisters und war u. a. für die Vermarktung von städtischen Grundstücken und Umlegungsverfahren zuständig. Von März 2016 bis Ende Februar 2018 hat Thomas Lachnicht den Fachbereich Zentrale Dienste geführt. Nun möchte er sich einer neuen beruflichen Herausforderung stellen und wechselt zum 01.03.2018 zur Stadt Gernsbach und übernimmt dort die Stelle des Hauptamtsleiters.
Bürgermeister Mußler wünschte Thomas Lachnicht für seine berufliche sowie private Zukunft alles Gute und dankte für die geleistete Arbeit.


Sanierung der Favoriteschule in Planung - rd. 6,8 Mio. € werden investiert - Fördergelder beantragt
Die im Jahr 1966 erbaute Favorite- Grund- und Werkrealschule soll generalsaniert werden. Die Verwaltung wurde vom Gemeinderat beauftragt, eine Machbarkeitsstudie zur "Sanierung und Umbau der Favoriteschule" zu erstellen. Diese wurde im Dezember 2016 dem Gemeinderat vorgelegt und die einzelnen Sanierungsmaßnahmen erläutert. Zwischenzeitlich wurde die Machbarkeitsstudie in Teilen modifiziert und die Kostenschätzung aktualisiert.
 
Die Machbarkeitsstudie teilt die Maßnahmen wie folgt auf:
 -Sanierung der Gebäudehülle: Maßnahmen an Außenwänden, Fenstern, Dächern
 -Innensanierung: Maßnahmen an Böden, Innenwänden, einschl. Türen, Decken, Akustik
 -Toilettensanierung: Schüler- und Lehrertoiletten
 -Weitere Maßnahmen: Anbau, Aufzug, evtl. Aufstockung der Eingangshalle, Sanierung des Verbindungsganges, diverse Maßnahmen im Außenbereich
 
Die Gesamtkosten für die Generalsanierung belaufen sich demnach auf rd. 6.436.000 € brutto ohne Berücksichtigung der Sporthalle, da diese Sanierung voraussichtlich nicht förderfähig ist. Eine Erneuerung der Heizungsanlage und des Blockheizkraftwerkes werden separat mit rd. 340.000 € kalkuliert. Damit werden rd. 6,8 Mio. € in den kommenden Jahren in die Favoriteschule investiert.
 
Die Priorisierung der Sanierungsarbeiten wird sich vorrangig nach einem sinnvollen Bauablauf, den Erfordernissen des Gebäudeerhalts, der Vermeidung bzw. Behebung von Schäden an der Bausubstanz und natürlich an der zukunftsorientierten Ausstattung der Schule richten. Daneben sind auch die jeweiligen Förderprogramme zu berücksichtigen. Bei allen Maßnahmen wird die Priorität in Abhängigkeit der Bedürfnisse der Nutzer vom Gemeinderat, nach vorheriger Abstimmung mit der Schulverwaltung, festgelegt.
 
Für die Haushaltsjahre 2018 bis 2020 wurden dem Gemeinderat als 1. Bauabschnitt folgende Maßnahmen vorgeschlagen:
 -Sanierung Flachdach inkl. Attika im Verwaltungsbau, Betonsanierung im Klassentrakt und Verwaltungsbau
 -Sanierung Gebäudehülle/Außenwand und Fenster im Klassentrakt und Verwaltungsbau
 -Sanierung Toiletten im Klassentrakt und Verwaltungsbau
 
Die Gesamtkosten für diesen 1. Bauabschnitt belaufen sich auf insgesamt 2.957.000 € brutto. Der Gemeinderat beschloss, entsprechende Zuschussanträge für Ausgleichsstockmittel sowie für Schulsanierungsmittel zu stellen und die finanziellen Mittel in der Haushaltsplanung für die Jahre 2018 bis 2020 zu berücksichtigen.
 
Rektorin Wera Lang-Nold dankte dem Gemeinderat für diese Entscheidung und freute sich auf die anstehenden Modernisierungen.
 
Zuschuss für Kletteranlage in der Favoriteschule
Bürgermeister Mußler informierte darüber, dass der Förderverein der Favoriteschule vorgeschlagen habe, den Kletterparcour auf dem Schulhof der Favoriteschule zu erweitern. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt rd. 11.000 €. Der Förderverein beteiligt sich mit 3.000 € an den Kosten und wird beim Aufbau der Geräte und dem Verfüllen des Fallschutzes mithelfen. Im städtischen Haushalt 2018 wurden 8.000 € eingeplant. Der Bauhof wird die Maßnahme mit Aushub arbeiten, beim Erstellen der Fundamente und bei der Anlieferung des Kieses unterstützen.
 
Bürgermeister Mußler dankte dem Vorsitzenden des Fördervereins, Walter Weber, für die großzügige Unterstützung des Vorhabens.
 
Verlängerung der Veränderungssperre für Bebauungsplan "Bahnhofstraße"
Zur Sicherung einer geordneten städtebaulichen Entwicklung war es notwendig, den bereits bestehenden Bebauungsplan "Bahnhofstraße" zu ändern und für die Zeit des Planungsvorgangs eine Veränderungssperre zu erlassen.
Dadurch sollen u. a. bestimmte Grundstücke als Misch- oder Gewerbegebiet festgesetzt werden, Regelungen zur Steuerung von Vergnügungsstätten festgelegt und die Möglichkeit für Wohnraum auf dem ehemaligen Betriebsgelände einer Kofferfirma geschaffen werden.

Die 1. Änderung und Erweiterung sowie die notwendige Veränderungssperre wurden vom Gemeinderat im Februar 2016 beschlossen. Da das Bebauungsplanverfahren bisher nicht abgeschlossen werden konnte, hat der Gemeinderat einer Verlängerung der Veränderungssperre um ein weiteres Jahr zugestimmt. Auf die öffentliche Bekanntmachung in dieser Ausgabe des Amtsblattes wird verwiesen.
 
Vergabe der Bauarbeiten zum Neubau des Regenklärbeckens "Neufeld"
Für die anfallende Regenwasserbehandlung aus dem Industriegebiet "Neufeld" ist die Errichtung eines Regenklärbeckens notwendig. Die Stahlbeton- und Tiefbauarbeiten für die Herstellung des Beckens wurden öffentlich ausgeschrieben. Insgesamt gingen 5 Angebote bei der Stadt Kuppenheim ein.
Das wirtschaftlichste und annehmbarste Angebot hat die Firma Huber Bau GmbH aus Ottenhöfen zum Bruttoangebotspreis von 470.242,46 € abgegeben.
Aufgrund der guten Auftragslage im Tiefbaubereich liegt das Angebot deutlich über der Kostenschätzung vom Februar 2016, die rd. 320.000 € ergab.
Für die technische Einrichtung des Regenklärbeckens erfolgt ein separates Ausschreibungsverfahren. Der Gemeinderat stimmte der Auftragsvergabe an die Firma Huber Bau GmbH zu.

 

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