Aus der Gemeinderatssitzung vom 10.09.2018

Sitzung rund um das Thema "Neubau einer Veranstaltungshalle" - Öffentliche Besichtigung der Baustelle - Bauablauf derzeit planmäßig

Bei der öffentlichen Besichtigung der Baustelle konnten Gemeinderäte, Vereinsvertreter sowie Bürgerinnen und Bürger einen ersten Eindruck vom Bau der Veranstaltungshalle gewinnen. Bürgermeister Mußler und Helmut Dasch vom beauftragten Architekturbüro dasch zürn aus Stuttgart erläuterten den aktuellen Projektstand. Nachdem im Februar 2018 die Baugenehmigung erteilt wurde, erfolgte im April der Spatenstich für den offiziellen Baubeginn. Es wird mit einer Bauzeit von 18 Monaten geplant. Die Fertigstellung ist dann für Oktober 2019 vorgesehen. Derzeit laufen die Baumaßnahmen planmäßig. Die Baukosten wurden mit rd. 7,95 Mio. Euro inklusive Nebenkosten veranschlagt. Da in der Bauzeit mit Preissteigerungen zu rechnen ist, wurde ein zusätzlicher Kostenpuffer von 4,5 % einkalkuliert. Insgesamt erhält die Stadt Kuppenheim 1,341 Mio. Euro an Zuschüssen - davon 741.000 € aus der Städtebauförderung und 600.000 € aus dem Ausgleichsstock. Der zweigeschossige Baukörper bietet Platz für einen Saal mit 400 m² und einem Foyer mit 221 m². Die Bühne wird insgesamt 99 m² haben.
Bürgermeister Mußler dankte den zahlreichen interessierten Bürgerinnen und Bürgern, die sich vor Ort informierten und einen ersten Eindruck von der künftigen Veranstaltungshalle erhielten.

Vorstellung, Beratung und Beschlussfassung zur Gestaltung der Außenfassade - Auch Saal, Foyer, Bodenbeläge, Bestuhlung und Akustik als weitere Themenblöcke

Die Veranstaltungshalle soll künftig für Konzerte, Feste, Empfänge, Vorträge und Tagungen genutzt werden. Daher ist es von besonderer Bedeutung, dass die Ausstattung der Halle für möglichst viele Nutzungen kompatibel ist.

In der Gemeinderatssitzung am vergangenen Montag wurden die verschiedenen Muster für die Holzfassade vorgestellt. Anschließend wurde dem Gremium und der Öffentlichkeit das Raumkonzept erläutert, bei dem insbesondere auf die Oberflächenmuster, die Raumakustik und die Wirkung vom Saal zum Foyer im Vordergrund eingegangen wurde. Anhand einer Simulation wurde die raumakustische Betrachtung des Saals vorgeführt.
 
Nach einer ausführlichen Beratung, bei der auch die anwesende Öffentlichkeit die Möglichkeit hatte sich zu äußern, wurden vom Gemeinderat folgende Beschlüsse gefasst:

- Die Außenfassade der Veranstaltungshalle wird in Holz, Weißtanne, profiliert, gestrichen und vorvergraut mit feinem Sägeschnitt, ausgeführt. Der Verlegewinkel der Fassade beträgt 65 Grad.

- Der Saal der Veranstaltungshalle erhält eine homogene graubeige Farbgestaltung mit einer noch auszuwählenden Akzentfarbe.
 
- Das Foyer bekommt eine homogene Farbgestaltung in graubeige/gebrochenes weiß.
 
- Im Saal wird ein Holzparkett im Parallelverband, in natur matt lackiert, verlegt.
 
- Das Foyer erhält einen geglätteten und versiegelten Estrich in warmer hellgrauer Farbe.
 
- In den Sanitärräumen werden Fliesen in Steinzeug in heller, homogener, großformatiger Betonoptik verlegt.
 
- In der Küche werden Bodenfliesen in rutschfester Ausführung in R12-V4 und R 11/R10 in heller grauer Farbe verlegt. Die Wand erhält ein gebrochenes weiß im Längsformat.
 
- Die Böden in den Nebenräumen erhalten einen dunkelgrauen, leicht meliertem Linoleum.
 
- Für die Bestuhlung wurde Folgendes festgelegt: Reihenverbindung nach Versammlungsstättenverordnung, stapelbar (mind. 10 Stühle/Stapel), Vollpolster an Sitz und Lehne.

Beschluss zur Küchentechnik
- Gemeinderat beauftragt Fachfirma mit Lieferung und Montage

Um bei den unterschiedlichsten Veranstaltungen optimal für das leibliche Wohl der Gäste sorgen zu können, war es bei der Planung wichtig, eine möglichst gut durchdachte Küchenplanung zu erstellen. Im Vorfeld wurde mit den Behörden, aber auch mit den Vereinen, die die Halle künftig nutzen werden, das Konzept abgestimmt.
 
In der Kostenberechnung wurden für dieses Gewerk insgesamt 141.500 € einkalkuliert. In der Berechnung war kein Kostenansatz für abschließbare Unterschränke und die Schiebetüren der Unterschränke enthalten. Beide Positionen wurden in der öffentlichen Ausschreibung als Zulage angefragt. Die Ausführung der beiden Positionen wurden mit ca. 6.500 € kalkuliert.
 
Im Rahmen der öffentlichen Ausschreibung haben sechs Fachfirmen die Ausschreibungsunterlagen angefordert. Zum Eröffnungstermin lagen drei Angebote vor, die rechnerisch, technisch und formal geprüft wurden. Das wirtschaftlichste Angebot hat hier die Firma HoGaKa Profi GmbH aus Ulm mit der Bruttoangebotssumme von 173.887,56 € abgegeben. Damit liegt die Vergabesumme um 32.387,56 € über der Kostenberechnung. Die Mehrkosten resultieren zum einen aus der zusätzlichen Beauftragung der abschließbaren Schiebetüren bei den Unterschränken in der Küche und zum anderen aufgrund der sehr guten Auftragslage der Firmen. Der Gemeinderat stimmte der Auftragsvergabe an die Firma HoGaKa Profi GmbH aus Ulm zu.

 

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