Information des Wasserversorgungsverbandes Vorderes Murgtal (WVV) und der Stadtwerke Rastatt

Konkretisierung der Brunnennutzung – Leitwerte stets eingehalten und weitere Maßnahmen geplant

Gaggenau, Gernsbach, Kuppenheim und Rastatt sind die Mitglieder des 1967 gegründeten Wasserversorgungsverbandes, der für die zentrale Wasserversorgung im Vorderen Murgtal verantwortlich ist. Der Zweckverband betreibt fünf Tiefbrunnenanlagen in Rastatt-Förch, sowie Hochbehälter, eine Wasserenthärtungsanlage und ein Transportnetz in die Gemeinden.

Die Wasserversorgung erfolgt über die Brunnen 1 und 5. Zum Betrieb der Brunnen 2, 3 und 4 wurde bisher seitens des WVV seit 2016 kommuniziert, dass diese nicht im Betrieb sind. „Im Zuge unserer Vorbereitung auf die Bürgerinformationsveranstaltung zur PFC-Thematik am 21. November in Rastatt, mussten wir feststellen, dass diese Aussage zu unpräzise ist. Richtig ist, dass die Brunnen auf einem minimalen Niveau betrieben werden müssen, um mikrobiologische Fehlentwicklungen vorzubeugen“, erläutert der Vorsitzende des Wasserversorgungsverbandes Bürgermeister Julian Christ. „Die Leitwerte des PFCs waren zu keinem Zeitpunkt überschritten, da das Wasser aller Brunnen die Filteranlage durchläuft und bis zu 95 Prozent des PFCs herausgefiltert wird. Die Messwerte der Untersuchungen werden regelmäßig veröffentlicht“, so Christ zusammenfassend.

Bürgermeister Karsten Mußler, stellvertretender Vorsitzender des Wasserversorgungsverbandes, ergänzt mit Blick auf die unpräzise technische Aussage: „Es ist unser Anliegen stets transparent, offen und klar zu informieren. Von daher sind wir als Verband sowie die Stadtwerke Rastatt als Technische Betriebsführung in der Pflicht klar und präzise zu informieren.“
Die technische Betriebsführung des Wasserversorgungsverbandes wurde zum Jahreswechsel 2017/18 an die Stadtwerke Rastatt übertragen. Der Geschäftsführer Olaf Kaspryk hierzu: „Es handelt sich um eine unvollständige Kommunikation auf technischer Ebene, welche zu verbessern ist. Als technischer Betriebsführer für den Wasserverband werden wir auch weiterhin Alles innerhalb der uns übertragenen Verantwortung dafür tun, eine gute Wasserqualität zu gewährleisten.“

Um die Wasserqualität weiter zu optimieren und die Versorgungssicherheit im Verbandsgebiet auch zukünftig sicherzustellen, strebt der WVV ein Bündel von Maßnahmen an. So sieht es der Verband als vordringliche Aufgabe an, die Ersatzwasserversorgung für Kuppenheim und Gernsbach schnellstmöglich baulich umzusetzen. Im Falle Kuppenheims wird die Umsetzung voraussichtlich im 1. Quartal 2019 abgeschlossen sein. Für Gernsbach laufen derzeit die Planungen und sollen zügig in eine bauliche Realisierung münden. Des Weiteren sind die Stadtwerke Rastatt sowie die Verbandsverwaltung damit beauftragt, Planungen für Optimierungen der Steuerungs- und Pumpentechnik als auch für die Planung eines möglichen Aktivkohle-Filters zu erstellen. Entsprechende Beschlüsse sollen im Rahmen des Wirtschaftsplanes erfolgen und mit Haushaltsmitteln hinterlegt werden.

Im Rahmen eines persönlichen Gespräches wurde ein Vertreter der Kuppenheimer Bürgerinitiative „Sauberes Trinkwasser“ umfassend über den Umfang des Betriebs der Brunnen als auch über die angedachten Maßnahmen für die Zukunft informiert.

Julian Christ
Vorsitzender Wasserversorgungsverband Vorderes Murgtal, Bürgermeister Gernsbach

Karsten Mußler
Stellvertretender Vorsitzender Wasserversorgungsverband Vorderes Murgtal, Bürgermeister Kuppenheim

Olaf Kaspryk
Geschäftsführer Stadtwerke Rastatt

 

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