Stadtehrennadeln für Monika Reis und Barbara Schöpfer

Bürgermeister Mußler blickte beim Neujahrsempfang auf das vergangene Jahr zurück und gab einen Ausblick für 2019 - Erneute Kandidatur für Bürgermeisterwahl 2020 angekündigt

Beim alljährlichen Neujahrsempfang platzte das Rathaus trotz des regnerischen Wetters aus allen Nähten. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren gekommen, um auf das neue Jahr anzustoßen. Es war wohl der letzte Neujahrsempfang im Neuen Rathaus. Der Jahresbeginn 2020 soll bereits in der Veranstaltungshalle, dann mit ausreichend Sitzgelegenheiten gefeiert werden. Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang vom Gospelchor unter der Leitung von Michael Diefenbacher. Für die Verköstigung sorgten wie gewohnt die Frauen der Katholischen Frauengemeinschaft. Nicht fehlen durfte der gemeinsame Anschnitt der Neujahrsbrezel.
Der Neujahrsempfang ist gute Gelegenheit, herausragende sportliche Leistungen und besonderes gesellschaftliches Engagement zu würdigen. Kuppenheim konnte 2018 gleich mehrere deutsche Meister feiern. Leon Hofmann wurde deutscher Meister bei den Winterwurfmeisterschaften in Halle an der Saale. Er warf trotz widriger Bedingungen den Speer auf 66,43 m und freut sich nun auf die Teilnahme an den Europameisterschaften in Schweden. Den Titel einer deutschen Meisterin hat auch Martha Ostertag in der rhythmischen  Sportgymnastik erringen können. Im Finale mit dem Ball ließ Martha alle Konkurrentinnen hinter sich. Großes geleistet haben 2018 aber auch die Mannschaften des MSC Puma Kuppenheim. Während die erste Mannschaft den Deutschen Pokalsieg und die Vizemeisterschaft nach Hause gebracht hat, konnte die Jugendmannschaft des MSC Puma den Titel verteidigen und wurde wie schon im Vorjahr Deutscher Meister.
 
Stadtehrennadel für Monika Reis - Auszeichnung der Stadt für überragende sportliche Leistungen
"Einen deutschen Meistertitel zu erringen ist schon etwas Besonderes. Wenn man jedoch als Einzelsportler gleich drei Mal die deutsche Meisterschaft gewinnt, dann ist dies eine unglaubliche Leistung", so Bürgermeister Karsten Mußler. Monika Reis ist dies im 6-Jahres-Rhythmus gelungen. Nach 2004 im KK 100m wurde sie auch 2012 und 2018 Deutsche Meisterin mit dem Luftgewehr. Insgesamt 14 Mal hat sie sich für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren können und dabei 6 Medaillen errungen. Der Erfolgstrainer ist gleichzeitig ihr Ehemann Manfred Reis. Zum ersten Mal überhaupt wurde die Stadtehrennadel an eine Sportlerin vergeben. Bürgermeister Mußler dankte dem Ehepaar Reis  auch für ihr Engagement bei der Schützengilde Kuppenheim. Beide engagieren sich seit vielen Jahren in der Jugendarbeit und im Mannschaftswettkampf.

Leiterin des Seniorenwerks Barbara Schöpfer mit Stadtehrennadel ausgezeichnet
Im Jahr 2009 hat Barbara Schöpfer die Leitung des Seniorenwerks von den Eheleuten Burkhard übernommen und ist damit in große Fußstapfen getreten. Barbara Schöpfer hat im zurückliegenden Jahrzehnt gemeinsam mit ihrem Team des Seniorenwerks zahlreiche Veranstaltungen organisiert und damit etwas Abwechslung in den Alltag der Seniorinnen und Senioren gebracht. Darunter die beliebte Seniorenfastnacht, das Hoffest oder auch die regelmäßigen Treffen im Sebastianhaus, die immer sehr gut besucht sind. Bürgermeister Karsten Mußler dankte Barbara Schöpfer für ihr außerordentliches Engagement für die Kuppenheimer Seniorinnen und Senioren. Nach einem Jahrzehnt gibt Frau Schöpfer nun die Leitung an Ella Walz ab.
Wesentliche städtische Infrastrukturprojekte vorgestellt - Verkehr, Kultur und Bildung im Fokus
Bürgermeister Karsten Mußler ist in seiner Ansprache auf die wesentlichen städtischen Großprojekte eingegangen. Dabei stellte er heraus, dass gerade Verkehrsprojekte einen langen Atem und Ausdauer benötigen. In Sachen B3-Neu - Ortsumfahrung Kuppenheim - erreichte Kuppenheim im November die frohe Botschaft aus Stuttgart. Nun endlich nach jahrzehntelangem Kampf wird mit den Planungen zur Ortsumfahrung begonnen. Ebenso wird noch im Frühjahr mit dem Bau des Radwegs und dem Ausbau der L67 Richtung Muggensturm begonnen. Für das Spätjahr 2019 hat das Regierungspräsidium den Bau des Kreisels an der Förcher Kreuzung und den Ausbau des Radwegs nach Haueneberstein angekündigt. Auch für diese beiden Radwegeprojekte hat die Stadt jahrzehntelang gekämpft. Im Spätjahr kann die Eröffnung der Veranstaltungshalle gefeiert werden. Bislang ist nicht nur der Terminplan eingehalten, sondern es sind auch die Kosten im Plan. Begonnen wurde bereits mit den Planungen zur Generalsanierung der Favoriteschule. Insgesamt werden in den kommenden Jahren rd. 7 Mio. € in die Favoriteschule investiert. Ebenso laufen die Planungen für die Generalsanierung des Feuerwehrgerätehauses in Kuppenheim. Das Projekt wird in Kürze im Gemeinderat vorgestellt und ist mit rd. 5,4 Mio. € kalkuliert. Eine Entscheidung über Sanierung oder Neubau steht bzgl. des kirchlichen Kindergartens Arche Noah an. Das Gebäude steht im Eigentum der Kirchengemeinde. Dieses Jahr realisiert werden soll der gemeinsame Aufzug für den Bürgersaal des Alten Rathauses und für das Sebastianhaus.
 
72,2% der Kuppenheimer sind mit ihrer Wohnsituation sehr zufrieden
Dieses Ergebnis hat eine repräsentative Umfrage des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein zu den Wohnverhältnissen in der Region ergeben. "Auf dieser Spitzenposition werden wir uns nicht ausruhen, sondern weiter daran arbeiten, ein für die Bürgerinnen und Bürger positives Wohnumfeld zu schaffen", so Bürgermeister Mußler in seiner Ansprache. Durch Mittel der Städtebauförderung, privater und öffentlicher Investitionen wurde das Quartier rund um die Luisen- und Karlstraße erheblich aufgewertet. Neue Häuser sind im privaten Baugebiet am Gewerbekanal in der Johann-Schaeuble- und Schloßstraße entstanden. Auch das erst im Sommer freigegebene Baugebiet "Unterer Frauberg" wächst sehr schnell. Bereits 23 Wohnhäuser sind gebaut, in Bau oder genehmigt.
 
Besonderer Dank an das Ehrenamt - Gemeinsam geht es besser
Bürgermeister Karsten Mußler hob hervor, dass die Unterstützung der örtlichen Vereine dem Gemeinderat aber auch ihm persönlich ein besonderes Anliegen ist und dankte allen ehrenamtlich Tätigen. Insbesondere wurden die Aktivitäten der Narrenzunft Knöpfle und der Pfadfinder hervorgehoben, die künftig das ehemalige Gelände des Kleintierzuchtvereins mit neuem Leben füllen werden. Ein besonderer Dank ging aber auch an die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer von Feuerwehr und Medie Ambulanz, die beim Starkregenereignis im vergangenen Jahr tollen Einsatz gezeigt haben.
 
Sauberes Trinkwasser - Kritik an fehlender Unterstützung durch Landesregierung
Die PFC-Problematik hat auch im abgelaufenen Jahr viele unterschiedliche behördliche Stellen beschäftigt. Dank des Einsatzes des Wasserversorgungsverbandes, der eneRegio und der weiteren Versorger in der Region konnten zahlreiche kostenintensive Maßnahmen wie z. B. die Notwasserversorgung für Kuppenheim, auf den Weg gebracht werden. Dabei hob Bürgermeister Mußler hervor, dass es für ihn selbstverständlich ist, mit der Bürgerinitiative "Sauberes Trinkwassser" zusammen zu arbeiten, denn "wir alle haben ein gemeinsames Ziel: Sauberes Trinkwasser nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger von Kuppenheim sondern für die gesamte Region", so Bürgermeister Mußler. Kritik äußerte er an der fehlenden Unterstützung der Landesregierung, was die Sanierung der verunreinigten Böden betrifft. Hier fühlen sich die Kommunen im Stich gelassen.
 
2020 ist ein Jubiläumsjahr - 925 Jahre Kuppenheim
Im kommenden Jahr besteht schon wieder guter Grund zum Feiern. Kuppenheim feiert sein 925-jähriges Jubiläum. Es haben bereits zahlreiche örtliche Vereine und Gruppierungen eine aktive Unterstützung im Jubiläumsjahr zugesagt. Bis zum Sommer soll das Konzept des Jubeljahres vorgestellt werden.
 
Bürgermeister Mußler: Erneute Kandidatur für 2020 angekündigt
Mit spontanem Beifall wurde die Ankündigung von Bürgermeister Karsten Mußler zu seiner erneuten Kandidatur für die Bürgermeisterwahlen in einem Jahr von den Anwesenden aufgenommen. "Ich habe neue Impulse nicht nur versprochen, sondern so glaube ich, auch in die Tat umgesetzt. Nach wie vor mangelt es mir nicht an neuen Ideen und neuen Impulsen", so Bürgermeister Mußler in seiner persönlichen Anmerkung zum Schluss des Neujahrsempfangs.

 

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