Suche

(SM) Dem Ausbau der Windenergienutzung kommt nicht zuletzt seit dem Beschluss, bis 2022 aus der Kernenergie auszusteigen, sowohl auf Bundesebene als auch auf Landesebene eine besondere Bedeutung zu. So hat sich die Landesregierung von Baden-Württemberg das Ziel gesetzt bis zum Jahr 2020 mindestens 10 % des Strombedarfs aus „heimischer“ Windkraft zu decken. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, hat die Landesregierung inzwischen verschiedene Gesetzesänderungen verabschiedet, um die Genehmigung und den Bau von Windkraftanlagen zu vereinfachen. So gelten Windkraftanlagen nach dem Baugesetzbuch als priviligierte und erleichtert genehmigungsfähige Anlagen. Des Weiteren sind ab dem 01.01.2013 durch Änderung des Landesplanungsgesetzes Windkraftanlagen im Außenbereich grundsätzlich zulässig und nicht wie bisher grundsätzlich verboten. Die im Regionalplan Mittlerer Oberrhein ausgewiesenen regionalbedeutsamen Standorte, an diesen bisher Windkraftanlagen allein zulässig waren, sind ab dem nächsten Jahr unwirksam. Die Steuerung der Ansiedlung von Windkraftanlagen wird auf die Kommunen verlagert. Diese können ab dem 01.01.2013 durch die Ausweisung sog. Konzentrationszonen die Zulässigkeit und Ansiedlung von Windkraftanlagen steuern. Nach Ausweisung von Konzentrationszonen auf der Gemarkung sind Windkraftanlagen außerhalb dieser Bereiche unzulässig. Der Nachbarschaftverband Bischweier-Kuppenheim hat in der Verbandsversammlung am 09.07.2012 entschieden, sich nicht zurückzulehnen und mögliche Baugesuche abzuwarten, sondern von dem zur Verfügung stehenden Instrument der planerischen Steuerung von Windkraftanalgen aktiv Gebrauch zu machen. Einvernehmlich sprachen sich die Verbandsmitglieder dafür aus, sich an einer interkommunalen Windkraftstudie zur Erhebung von potentiellen Windkraftstandorten zu beteiligen und fassten den Beschluss zur Aufstellung des Teilflächennutzungsplans „Windkraft Bischweier-Kuppenheim“. Zur Erstellung einer Windkraftstudie als Basis für die Planungen haben sich der Stadtkreis Baden-Baden, sowie Städte und Gemeinden des Landkreises Rastatt und Nachbarlandkreise in einer Arbeitsgruppe zusammengeschlossen. An den Kosten der Windkraftstudie beteiligt sich der Nachbarschaftsverband Bischweier-Kuppenheim in Höhe von 1.500 €. Erste Ergebnisse der Arbeitsgruppe werden für den Herbst diesen Jahres erwartet. Der Teilflächennutzungsplan „Windkraft Bischweier-Kuppenheim“ soll bis Ende 2013 rechtskräftig werden. Jahresrechnung 2011 des Verbandes festgestellt / Gemeindeprüfungsanstalt Baden-Württemberg bestätigt dem Verband geordnete finanzielle und wirtschaftliche Verhältnisse Die Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) Baden-Württemberg führte im November vergangenen Jahres eine überörtliche Prüfung der Haushaltsjahre 2007 bis 2010 durch und hat hierbei auch die Haushalts-, Kassen- und Rechnungsführung des Nachbarschaftsverbandes Bischweier-Kuppenheim unter die Lupe genommen. Die GPA bestätigt dem Verband geordnete Verhältnisse und eine ordnungsmäßige Verbandsführung. Auch der Vollzug des Haushaltsjahres 2011 verlief geordnet und wies keine größeren Veränderungen im Vergleich zu den Planungen aus. Das Haushaltsvolumen 2011 des Nachbarschaftsverbandes war mit 246.500 € angesetzt. Im Ergebnis schließt das Haushaltsjahr mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 247.962 €, eine Abweichung in Höhe von 1.462 €. Die Verbandsumlage betrug insgesamt 237.050 €. Die anteilige Verbandsumlage für Kuppenheim beträgt 168.590 €. Auf Bischweier entfallen 68.460 € der Verbandsumlage. Die Berechnung der anteiligen Verbandsumlagen erfolgt auf Grundlage der Einwohnerzahlen der Verbandsgemeinden.

mehr...

(HS) Die Ausrichtung der Europameisterschaft im Motoball war für den MSC Puma Kuppenheim eine Herausforderung und eine Ehre zugleich. Die Teilnehmer, die zahlreichen Zuschauer, auch Karl Vögele, Leiter der deutschen Delegation und Vorsitzender des Motoball-Fachausschusses, lobte das das Engagement. „Es ist das schönste Motoballstadion Europas“, schreib einer der Gäste beim Empfang im Kuppenheimer Rathaus in das „Goldene Buch“. Und wie recht er hat, was dieser Verein in seiner 50jährigen Geschichte an ehrenamtlichem Engagement mit all seinen bisherigen Vorsitzenden geleistet hat, alle Achtung! Bürgermeister Karsten Mußler betonte, dass die Stadt und der Gemeinderat sehr stolz darauf sind, dass die Motoball-Europameisterschaft in Kuppenheim stattfindet. Er dankte dem MSC Puma Kuppenheim mit seinem Vorsitzenden Rolf Burger an der Spitze für die ehrenamtliche Organisation der Großveranstaltung. Der Bürgermeister begrüßte die Delegationen der teilnehmenden Mannschaften aus Deutschland, der Ukraine, Russland, Weißrussland, Frankreich und der Niederlande im Rathaus-Foyer. Viele der Teams hatten eine lange Anreise mit dem Bus. Die Mannschaften waren in einem Ettlinger Hotel untergebracht. MSC-Vorsitzender Rolf Burger bedankte sich bei der Stadt für die Unterstützung und freute sich, dass die Organisation allseits gelobt wird. Gastgeschenke wurden ausgetauscht. So hatte die Stadt Präsentpakete mit regionalen Produkten zusammengestellt. Bürgermeister Mußler selbst durfte sich über ein Trikot der deutschen Nationalmannschaft und weitere Gastgeschenke der Delegationen freuen.  Betreut wurden die Gäste an allen Tagen von den beiden „Puma“-Mitgliedern Rita Klefenz und Benno Walz. Die Eröffnungsfeier sowie die Siegerehrung waren ein Highlight. Die Europameisterschaft war ein rundum gelungenes Motoball-Fest, zu dem das gute  Wetter einen wesentlichen Beitrag leistete.

mehr...

(HS) Das neue Urnengrabfeld auf dem Friedhof in Kuppenheim wurde eingesegnet. Dekan Gerold Siegel und Pfarrer Jürgen Biskup erinnerten an die christlichen Werte bei Bestattungen der Gemeindeglieder. In Beachtung der Menschenwürde und der Auslebung der Trauer der Angehörigen sei der Ort des Gedenkens ein wichtiger Bestandteil unserer abendländischen Kultur. Bürgermeister Karsten Mußler sagte, das neue Urnengrabfeld sei so gestaltet, dass die Pflege der Gräber sowie der Besuch durch Angehörige hinsichtlich des Platzangebots nicht eingeengt sind. Die Trauernden sollten die Gräber ihrer Liebsten uneingeschränkt, auch mit Rollstuhl oder Rollator besuchen können. „Es sollte ein Ort der Besinnung und inneren Einkehr für Angehörige und Trauernde werden, ein sozialer Ort, an dem man sich trifft.“ Im Februar 2005 habe der Gemeinderat bereits die Anlage des ersten Abschnitts mit 15 Urnengräbern genehmigt. Im Februar 2010 sei die Gestaltung des nächsten Abschnitts mit 18 Urnengräbern frei gegeben worden. Diese Urnengrabfelder  seien gärtnerisch gepflegt, während das nun eingesegnete Urnengrabfeld von den Angehörigen selbst gepflegt werden kann. Die Firma Dielmann & Schwörer hatte vorgeschlagen, das Grabfeld mit Kuppenheimer Firmen und dem städtischen Bauhof selbst zu entwickeln. Im Vermögenshaushalt 2011 waren für die Maßnahme 40.000,-- EUR eingeplant worden. Die Kosten bezifferte Bürgermeister Mußler auf bisher 12.000,- EUR. Die restlichen 18 Urnengräber folgten „in absehbarer Zeit“. Mit der Bepflanzung wurde die Baden-Badener Firma Baudistel beauftragt. Für das neue Urnengrabfeld war eine Arbeitsgruppe gebildet worden. Hieran haben sich Bertram Schwörer, Jochen Philipp, Peter Warth und Roland Hampel, Birgit Herrmann, Gerhard Streeb sowie Ruth Hertweck, Walter Weber und Christa Wandler beteiligt.

mehr...

Aus der Sitzung des Gemeinderats vom 14.05.2012: Der Arbeitskreis "Stolpersteine" möchte den aus Kuppenheim verschleppten und ermordeten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, die bis 1940 in Kuppenheim ihren Wohnsitz hatten, einen Stolperstein setzen. Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, die Zustimmung der Hauseigentümer vor der Verlegung von Stolpersteinen einzuholen. Die Verwaltung hat zwischenzeitlich die betroffenen Hauseigentümer angeschrieben und um Zustimmung zu der geplanten Aktion des Arbeitskreises "Stolpersteine" gebeten. Der Arbeitskreis "Stolpersteine" wurde zeitgleich informiert. In 11 Anwesen haben ehemals 39 jüdische Mitbürger gelebt. 17 jüdische Mitbürger sind in die USA, Chile und nach Großbritannien ausgewandert, eine jüdische Mitbürgerin ist nach Malsch verzogen. 21 jüdische Mitbürger wurden zwischen 1939 und 1942 von Kuppenheim aus in Konzentrationslager nach Gurs, Dachau und Auschwitz deportiert, 14 jüdische Mitbürger wurden dort ermordet. Diese 14 jüdischen Mitbürger haben in 9 Anwesen in Kuppenheim gelebt. Für 6 dieser Anwesen (5 private Gebäude, 1 städtisches Gebäude) liegen Einverständniserklärungen zur Verlegung von Stolpersteinen vor. In diesen 6 Anwesen haben 8 jüdische Mitbürger gelebt, die verschleppt und ermordet wurden. 2 Hauseigentümer haben einer Verlegung nicht zugestimmt. Ein Eigentümerehepaar ist im Ausland wohnhaft und hat bisher auf die Anfrage der Stadt nicht reagiert. Aufgrund der 6 vorliegenden Einverständniserklärungen können durch den Arbeitskreis „Stolpersteine“ somit 8 Stolpersteine verlegt werden. Der Arbeitskreis „Stolpersteine“ wird die Adressen derjenigen Eigentümer erhalten, die ihre Zustimmung zur Verlegung erteilt haben. Bei der Verlegung der Stolpersteine wird der Arbeitskreis vom stellvertretenden Bauhofleiter unterstützt.

mehr...
 

Kontakt

Stadt Kuppenheim
Friedensplatz
76456 Kuppenheim
Telefon: 07222/9462-0
Telefax: 07222/9462-150
stadt@kuppenheim.de