„Runder Tisch“ Flüchtlingshilfe stimmt sich ab

In Kuppenheim im ehemaligen Gasthaus „Kreuz“ sind derzeit 72 Flüchtlinge aus sechs Nationen untergebracht.

Es haben sich zur Hilfe bei der Bewältigung des Alltags viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer bereit erklärt. 

Am Montag hatte Bürgermeister Karsten Mußler zu einem Abstimmungsgespräch und Erfahrungsaustausch eingeladen, an dem auch der Sachgebietsleiter Ausländerwesen beim Landkreis Rastatt, Uli Hertweck und der Leiter Unterkunft, Thomas Blick, teilgenommen haben. In die Vorortbetreuung ist auch die Sozialberatung des Caritas eingebunden.

Derzeit besuchen 16 Kinder den Schulunterricht in der Favoriteschule. Der Unterricht gestaltet sich nicht einfach, da verschiedene Sprachkenntnisse der Jugendlichen vorhanden sind. Ohne die Mitwirkung der ehrenamtlichen Helfer wäre die Aufgabe durch die Schule nur sehr unzureichend zu bewältigen. Von daher hat das Rektorat beim Regierungspräsidium Karlsruhe die Zuweisung einer Lehrerstelle beantragt, um den pädagogischen Bereich zu verstärken.

In den Kindergärten sind bisher fünf Kinder untergebracht: zwei Kinder im Kindergarten Arche Noah, zwei Kinder im Kindergarten „Kleine Riesen“ und ein Kind im Kindergarten Villa Kunterbunt.

Außerdem wird noch Deutschunterricht für Erwachsene angeboten, der in der Unterkunft stattfinden kann. Für alle ehrenamtlichen Helfer wurde entsprechend der gesetzlichen Vorgaben die Ausstellung eines polizeilichen Führungszeugnisses beantragt.

Zwei Männer sind seit Beginn des Monats bei gemeinnützigen Arbeiten bei der Stadt Kuppenheim eingeteilt. Zwei weitere Männer haben sich freiwillig zur Verrichtung von Arbeiten gemeldet. Diese Arbeit wird mit 1,05 Euro pro Stunde vergütet.

Zur Begleitung von Arztbesuchen sind noch ehrenamtliche Helfer nötig. Dabei geht es insbesondere um die Überwindung von Sprachbarrieren. Die regelmäßige Zusammenkunft der an der Flüchtlingshilfe Beteiligten dient der Information und der Koordinierung der anfallenden Aufgaben. Wie berichtet wurde, sind die Flüchtlinge für diese Hilfe zur Bewältigung des Alltags sehr dankbar.

Bürgermeister Karsten Mußler bedankte sich für die geleistete humanitäre Hilfe. Momentan ist nicht damit zu rechnen, dass die Abarbeitung der Asylverfahren  zügig vonstattengeht. Auch die weitere Zuwanderung hat sich nicht merklich entspannt. Die Abstimmung mit den vor Ort Beteiligten und die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis wurde ausdrücklich hervorgehoben.

 

Kontakt

Stadt Kuppenheim
Friedensplatz
76456 Kuppenheim
Telefon: 07222/9462-0
Telefax: 07222/9462-150
stadt@kuppenheim.de