Sehenswürdigkeiten

Sehr empfehlenswert ist ein Spaziergang durch die Gassen des alten Filottrano.  Er führt an zahlreichen Kirchen und Adelspalästen, vorwiegend aus dem 18. Jh., vorbei. Dabei sollte man nicht die  Porticella, eine Freitreppe verpassen, die hoch zur Kirche Santa Maria degli Angeli führt.

Kirchen

Kirche S. Cristoforo

Das Kloster der Klarissinnen wurde 1578 auf Wunsch der Bürgermeister und Leiter der Gemeinde gegründet, wie ein in die Mauer des Klosters gesetzter Stein bezeugt. Kirche und Kloster wurden im 18. Jh. erneuert. Die Kirche hat drei Altäre; bemerkenswert ist der mit Stuckarbeiten geschmückte Cappelloncino und ein großes holzgeschnitztes Kruzifix.
 
Die Kirche S. Michele Arcangelo  ist dem Schutzpatron der Stadt, dem Erzengel Michael , geweiht. Sie wurde gegen Ende des 18. Jh. nach Plänen des Architekten Giuseppe Fontana di Como  erbaut. Beachtenswert sind die vier Fassadennischen mit den Statuen der Kirchenlehrer (Gregor, Ambrosius, Augustinus und Johannes Chrysostomos) von Giuseppe Mozzanti. Die Filottraneser nennen sie „Die Marionetten des hl. Michael“. Im Innern konnte man früher ein Gemälde der Erzengels Michael von Domenico Battoni (18.Jh.) bewundern, eine Kopie des berühmten Bildes von Guido Reni. Sie hängt heute in der Kirche San Francesco.
 
Die Kirche San Francesco wurde zu Beginn des 16. Jh. auf dem Gelände der Vorgängerkirche des hl. Rochus erbaut. Das einschiffige Gotteshaus wurde im 18. Jh. mit Stuckarbeiten im Stil der Zeit ausgeschmückt. Beachtliche Kunstwerke haben sich erhalten wie die Altartafel des Faneser Künstlers Pompeo Morganti , die die Auferstehung des Lazzarus darstellt, und die Rosenkranzmadonna von Ercole Ramazzani (1571).
 
Die Kirche S. Maria Assunta della Pieve, die heutige Pfarrkirche, befand sich außerhalb der Stadtmauern. Sie stand schon im 14. Jh., wurde aber 1679  von Grund auf neu erbaut nach Plänen des Matteo de’ Rossi. Aus dem 18. Jh. stammt das kunstreiche Chorgestühl. In der Kirche ist der Naturforscher Costantino Beltrani (1779-1855) begraben, der berühmt wurde als Entdecker der Quellen des Mississipi.
 
Das im romanischen Stil erbaute S. Cristoforo ist eine der ältesten Kirchen der Stadt. Eine Bulle Papst Honorius’ III. von 1218 bezeugt, dass das Gotteshaus den Mönchen von S. Croce di Fonte Avellana gehörte. Im Chor und an einer Wand sind Fresken von verschiedenen Künstlern aus unterschiedlichen Zeiten zu sehen.
 
Die Kirche S. Maria degli Angeli wurde 1731 erbaut und geht auf eine Stiftung der Familie Gentiloni zurück. Sie war eine Kollegiatskirche mit zehn Kaplaneien. Sie ist reich geschmückt, wie es für spätbarocke Kirchen üblich ist. Sie ist der Jungfrau Maria, der Königin der Engel, und allen Heiligen geweiht. Im Gotteshaus,  in dem keine Gottesdienste mehr stattfinden,  ist eine  historische Krippe ausgestellt.
 
Die Kirche delle Sacre Stimmati (der heiligen Wundmale Christi) war Sitz der gleichnamigen Bruderschaft. Sie wurde im 17. Jh. in der historischen Stadtmitte erbaut. Im Innern hat sich ein 1826 restauriertes Kruzifix erhalten, das von den Filottranesern verehrt wird infolge eines wundersamen Geschehens, das sich im Jahre 1796 zutrug.
 
Die Wallfahrtskirche S. Maria di Tornazzano befindet sich in Tornazzano, ca. ein Kilometer vom historischen Zentrum entfernt, bewahrt ein wundertätiges Bild der Madonna mit dem Jesuskind aus dem 15. Jh. und den Stein, auf dem der hl. Rochus gesessen haben soll. Die Kirche erfuhr 1840 eine gründliche Restaurierung. Im selben Jahr wurde das Pfarrhaus gebaut.

Stadtpaläste und Landvillen

Rathaus in Filottrano
Villa Centofinestre

Über ein Dutzend Paläste von Notabeln  und Adelsfamilien haben sich in Filottrano erhalten. Sie stammen zumeist aus dem 18. und 19. Jh.  Es ragt heraus der Palazzo Comunale, das Rathaus, mit seiner eleganten und klaren Architektur im Stil Bramantes aus dem 16. Jh. Er befindet sich im Herzen der Stadt und ist an seinem  schlanken Glockenturm leicht zu erkennen.  1812 hatte man ein teatro condominiale, ein von mehreren Notabeln gegründetes und finanziertes Theater eingebaut, das aber 1934/35 aufgehoben wurde, um Amtsräumen Platz zu machen.
 
Aus architektonischer und historischer Sicht bedeutsam ist der Palazzo Beltrami-Lucchetti, der heute der Sitz des Museums Birocchio und des Museums Beltrami ist. Der Palast ist ein glänzendes Beispiel für den Klassizismus der Napoleonzeit.
 
Die Villa Montepolesco, ursprünglich im Besitz der Familie Spada-Laviny, heute der Grafen Balbo di Vinadio, befindet sich an der Straße, die zum Teilort Casenuove di Osimo führt. Das Bauwerk ist sicherlich eines der schönsten Mittelitaliens. Die Villa liegt in einem baumreichen Park. Ihre weitgespannte Fassade zeigt in perfekter Symmetrie ein Giebeldreieck in der Mitte und zwei Glockentürme an den Seitenflügeln.
 
Die Villa Centofinestre der Familie Rangoni-Machiavelli ist auch bekannt als Villa Carradori. Dem Besucher bietet sich ein außergewöhnliches Panorama über das Tal des Musone zum Meer. Die Villa wurde zu Beginn des 18. Jh. im barocken Stil erbaut. Eine Linden- und Eichenallee führt auf eine imposante symmetrische Fassade zu. Im Park kann man noch eines der einzigartigen teatri di verzura, der Theater im Grünen, Mittelitaliens bestaunen: Ein natürliches Auditorium mit perfekter Akustik, in dem kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Die heutige Eigentümerin, die Marquise Antonella Rangoni-Machiavelli hat die Villa in ein Landhotel (Agriturismo) umgenutzt.
 
Den Giardino Morici, einen Garten inmitten der Stadt, ließ die Gemeinde Filottrano im Jahre 1950 anlegen. Er wurde im Jahre 1994 dem General Giorgio Morici gewidmet für seine Verdienste um die Befreiung Filottranos im Juli 1944.

 

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