Richtfest zur Erweiterung des Presswerks Kuppenheim

Als „Erfolgsgeschichte“ bezeichnete Dr. Matthias Jurytko, Standortleiter des Mercedes-Benz Werks Gaggenau den Bau des Presswerks der Daimler AG in Kuppenheim.

Daher habe man sich auch für dessen Erweiterung entschieden. Dies machte er im Rahmen des Richtfestes für die neue Pressehalle am vergangenen Dienstag deutlich. Das Presswerk in Kuppenheim gehöre weltweit zur 1. Liga, auch wegen der „hervorragenden Infrastruktur vor Ort“.

Viele Gäste nahmen an der Feierstunde Teil, unter anderem die Regierungspräsidentin Nicolette Kressl und Landrat Jürgen Bäuerle, sowie Kuppenheimer Gemeinderäte und Bauleute der verschiedenen Baufirmen, die am Bau der neuen 9.000 m² großen Pressehalle beteiligt sind.

Bürgermeister Karsten Mußler erinnerte in seinem Grußwort an den Bau des Presswerks I und stellte mit Blick auf den Erweiterungsbau fest: „Das Sternenbild hier im mittelbadischen Raum vervollständigt sich und wird immer deutlicher und prägnanter“. Er betonte, dass es trotz umfangreicher ökologischer Herausforderungen und zahlreichen zu beteiligenden Stellen in kurzer Zeit gelungen sei, den Bebauungsplan für die über 37 ha große Fläche, wovon 19,5 ha Erweiterungsfläche sind, zu beschließen. In diesem Zusammenhang dankte er dem Landratsamt Rastatt für die gute Zusammenarbeit.

Ebenfalls lobte er den Bau des gemeinsamen Regenklärbeckens im Industriegebiet für rund 1,0 Mio. €, welches sowohl für die Daimler AG als auch die Stadt Kuppenheim in Sachen Investition und Folgekosten eine „Win-win-Situation“ darstelle.
Die Stadt Kuppenheim hat an die Daimler AG in zwei Schritten bereits Flächen von rund 10,2 ha veräußert. Weitere Flächen von 7,9 ha stünden für weitere Ansiedlungen oder Erweiterungen zur Verfügung.

Bürgermeister Karsten Mußler gab außerdem bekannt, dass nach Mitteilung des zuständigen Ministeriums in Stuttgart, die Landesstraße L 67 bis zur B 462 in den Jahren 2015/2016 ausgebaut und begradigt werden solle. Damit werde die verkehrliche Erschließung auch für das Presswerk nochmals deutlich verbessert. Er freute sich, dass mit dem Bau dieser neuen Pressen- und Logistikhalle die Daimler AG nicht nur 170 Mio. € hier in der Region investiere, sondern dass auch neue attraktive Arbeitsplätze entstehen und vorhandene Arbeitsplätze gesichert werden. Damit setze die Daimler AG auch ein sehr positives Zeichen und ein Bekenntnis für die gesamte mittelbadische Region.

Abschließend dankte Bürgermeister Karsten Mußler dem Projektleiter Alexander Knittel mit seinem Team sowie den beauftragen Fachbüros und den Mitarbeitern der Stadt Kuppenheim für die gute Zusammenarbeit.

Der Verantwortliche der Fabrikplanung, Dr. Gerd Schlaich machte deutlich, dass sich Kuppenheim in der Standortentscheidung im weltweiten Vergleich auch gegen Sindelfingen durchgesetzt habe. „Sie sind besser als China“ sagte er und dankte den beteiligten Behörden und der Stadt Kuppenheim für die zügige Bearbeitung, welche Maßstäbe gesetzt habe. Besonders erleichtert zeigte er sich, dass die Bauarbeiten für die Werkserweiterung bislang ohne Unfall durchgeführt werden konnten.

Der Projektleiter Alexander Knittel stellte abschließend fest, dass das Projekt von den „vielseitigen Kenntnissen der Beteiligten profitiert“ und dankte abschließend allen beteiligten Firmen, Behörden und Gutachtern.
Der Spatenstich für die Erweiterung wurde am 2. April 2014 vorgenommen. Im neuen Werksteil sollen modernste Anlagen und Technologien verbaut werden. Im März 2015 soll der Aufbau der XL-Servopressenlinie beginnen, um Ostern sollen die ersten Büros bezugsfertig sein. Mit den Erdbauarbeiten für das westlich gelegene Pressteilelager wurde ebenfalls bereits begonnen. Die endgültige Fertigstellung ist für das Frühjahr 2016 geplant. Das Daimler Presswerk mit seinen 500 Arbeitsplätzen wird dann mit Abstand der größte Arbeitgeber in Kuppenheim sein. 


(Bildunterschrift v.l. Bürgermeister Karsten Mußler, Dr. Gerd Schlaich, Dr. Matthias Jurytko, Alexander Knittel)

 

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