Informationen zur Corona-Impfung – Klarstellung des Unterschieds zwischen Zulassung und Empfehlung der STIKO - Lieferengpässe

Aktuelle Empfehlungen der STIKO im Vergleich zur Zulassung bzw. Impfverordnung des Landes/BundesZulassung bzw. Impfmöglichkeit durch das Land stimmen nicht immer mit den Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission des Robert Kochs Instituts, der STIKO, überein (16. Aktualisierung vom 13.01.2022, vorab online 21.12.2021). Die STIKO berücksichtigt weitere Untersuchungen nach der Zulassung eines Impfstoffs, sodass diese systematische Nutzen-Risiko-Betrachtung dann eine Empfehlung (noch) besser begründen kann. Da dies Zeit braucht, kann sie allerdings auch immer erst etwas später ausgesprochen werden.  Gemäß Klarstellung des Bundesgesundheitsministeriums vom 27.12.2021, die mehr Rechtssicherheit für die impfenden Ärzte und die sich impfen lassenden Personen und ihre Eltern gibt, sind Auffrischimpfungen für Jugendliche ohne Risikoerkrankung in der Altersklasse der 12- bis 17-Jährigen möglich, aber derzeit von der STIKO nicht empfohlen. Gleiches gilt für die Grundimmunisierung von Kindern in der Altersklasse der 5- bis 11-Jährigen. Wie machen es andere Länder?Die US-amerikanischen Behörde Center of Disease Control (CDC) – in seiner Funktion vergleichbar mit der STIKO - empfiehlt seit 05.01.2022 Booster-Impfungen für alle ab 12 Jahren ab 5 Monaten nach der Grundimmunisierung.

Vorgehen bei LieferengpässenAufgrund von Lieferschwierigkeiten werden wir in den kommenden Wochen in Abhängigkeit der Verfügbarkeit Spikevax© (Moderna) oder Comirnaty© (BioNTech) unter Berücksichtigung der Empfehlungen der STIKO folgendermaßen einsetzen: Impfwillige erhalten ggf. bis auf Weiteres

 

  • Im Alter von 12-29 Jahren Comirnaty© (BioNTech) 
  • Ab 30 Jahren Spikevax© (Moderna)

Wir wissen nicht, für wie lange diese Situation vom Bundesgesundheitsministerium vorgegeben wird. Das Vorgehen ist aus medizinsicher Sicht nicht nur unproblematisch, sondern auch sinnvoll: Beide Impfstoffe sind hinsichtlich Wirksamkeit und Sicherheit vergleichbar, der Impfstoff von Moderna ist identisch zu dem von BioNTech, er enthält aber etwas mehr Wirkstoff und macht deshalb bei Jüngeren (v.a. Männern unter 30 Jahren) mehr unerwünschte Nebenwirkungen. Aber er wirkt gemessen an den hervorgerufenen Antikörperspiegeln sogar besser als der BioNTech-Impfstoff. Wir erhoffen uns mit dieser Klarstellung, dass uns unnötige Diskussion erspart bleiben. 
Dr. med. Marliese Lamm
Jochen Kapinsky
Stephan Kohlrautz*
Michael Schindler*
Prof. Dr. med. Frank Peters-Klimm für die Praxis Klimm*
 
*Impfung für 5-11-Jährige (nur) nach ärztlicher Vorauswahl und Vorgespräch möglich.

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