Umbau und Sanierung des Feuerwehrgerätehauses

Abschlussbericht und Kosten

Nach dem Bau des Feuerwehrhauses in der Adlerstraße in den Jahren 1968/69 erfüllte das Gebäude rund 50 Jahre seinen Dienst und Zweck. Jedoch war es nach dieser langen Zeit nicht mehr bedarfs- und normgerecht und in vielen Bereichen stark sanierungsbedürftig.  Nach einer Bedarfsanalyse in den Jahren 2014/15 wurde 2017 gemeinsam von der Planungsgruppe der Feuerwehr und dem Fachbereich Bauen eine Vorentwurfsplanung ausgearbeitet. Im Juni 2018 wurde ein Architekturbüro mit der Planung zur Erweiterung und Sanierung des Feuerwehrhauses beauftragt. Die Vorstellung der Entwurfsplanung und einer ersten Kostenschätzung erfolgten in der Sitzung im Januar 2019. In dieser Sitzung wurde auch die Fachplanung für die Tragwerksplanung und Elektrotechnik vergeben. Im Laufe des Jahres 2019 wurde auf Beschluss des Gemeinderates eine Standortsuche für einen alternativen Neubau durchgeführt. In der Folge wurde eine umfangreiche Umplanung des Gebäudes durch den Wegfall der Atemschutzstrecke des Landkreises notwendig. So konnte erst im Juli 2020 der Bauantrag eingereicht werden. Die Baugenehmigung ging Anfang November 2020 ein und damit der Startschuss für die Ausführungsplanung und das Ausschreibungsverfahren.  Für die Bauzeit wurde die Feuerwehr in der Wörtelhalle unterbracht und die Fahrzeuge in einer zusätzlichen Zelthalle. Ende Februar 2021 starteten die Bauarbeiten mit der Entkernung des Gebäudes. Mitte März rollten dann die Bagger an und der weithin sichtbare Schlauchturm wurde, unter den doch teils wehmütigen Blicken der Kuppenheimer Feuerwehrleute, Stück für Stück abgetragen, um der Erweiterung Platz zu machen.

Der Abriss des Schlauchturms begann am 16.03.2021.

Zu diesem Zeitpunkt hatte die Corona-Pandemie die Welt schon voll im Griff und auch an der Erweiterung und Sanierung des Feuerwehrhauses ging diese Zeit nicht spurlos vorbei. Verschärfend kam noch die Rohstoffknappheit und die damit verbundene immensen Preissteigerungen in der Baubranche hinzu. Unter anderem dadurch bedingt wurde aus einer geplanten Bauzeit von rund 1 ½ Jahren schließlich 2 ½ Jahre bis zur feierlichen Wiedereröffnung am 02. Juli 2023. Immer noch gibt es Kleinigkeiten zu ergänzen und zu verbessern. Das Ergebnis der Sanierung ist jedoch ein modernes und technisch ausgefeiltes Gebäude, in welchem sich die Kuppenheimer Feuerwehr in den letzten Monaten sehr gut eingelebt hat

Das „neue“ Feuerwehrhaus nach seiner Erweiterung und Sanierung.

Dem Gemeinderat wurden in der Sitzung anhand einer Tabelle die Kosten der einzelnen Gewerke detailliert erläutert. Insgesamt beträgt die Schlussrechnungssumme 4.334.541,19 €.Es gab Abweichungen von + 340.563,03 € im Vergleich zu der Gesamtauftragssumme. Mehrkosten waren vor allem dem Bauen im Bestand geschuldet, da vieles nicht vorhersehbar und planbar war. Weitere Mehrkosten ergaben sich durch Änderungen, die das Gebäude deutlich aufwerten. So wurden z. B. alle Fenster und Rolltore getauscht, die Gebäudegeometrie zur Friedrichstraße wurde geändert und anstelle eines Metalldachs kam ein Ziegeldach zur Ausführung. Hierzu sind auch viele „unsichtbare“ Verbesserungen wie die Erweiterung der Fußbodenheizung im OG oder in der Gebäudeleittechnik und Elektroinstallation zu zählen. Weitere nicht zu unterschätzende Punkte waren die Corona-Pandemie sowie die Weltwirtschaftslage in der Baubranche, welche sich als Preistreiber herausstellten.
Die Auslagerung der Feuerwehr auf das Gelände der Wörtelhalle hat für die Vorbereitung des Geländes, den Kauf der Zelthalle, sowie diverse Beschaffungen Kosten von rund 180.000 € verursacht. Ende des vergangenen Jahres konnte die Zelthalle zu einem Betrag von rund 68.000 € wieder veräußert werden, sodass effektiv rund 112.000 € für die Auslagerung der Feuerwehr entstanden sind. Die Kosten für die Auslagerung waren in der Kostenberechnung nicht beinhaltet. Jedoch wurden diese im Rahmen der Haushaltsplanung berücksichtigt.

Für die Erweiterung und Sanierung des Feuerwehrhauses wurden insgesamt 5 Förderanträge gestellt und rd. 1 Mio. € bewilligt. Teilweise wurden aber noch nicht alle Fördermittel ausbezahlt.

Fördergeber Fachförderung Höhe Förderung
ZUG / Nationale Klimaschutzinitiative LED-Beleuchtung 14.518 €
ZUG / Nationale Klimaschutzinitiative Gebäudeleittechnik 87.460 €
L-Bank Klimaschutz-Plus 43.598 €
Landratsamt Rastatt VwV Zfeu 183.280 €
Regierungspräsidium Baden-Württemberg Ausgleichsstock 681.000 €
Gesamtsumme Förderungen   1.009.856 €

Der Gemeinderat nahm das Ergebnis des gesamten Bauvorhabens sowie die Kostenkontrolle zur Kenntnis und genehmigte die Kosten und Nachträge.

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