Asiatische Tigermücke: Vorsorge und Aufmerksamkeit tragen zur Eindämmung bei

Mit den steigenden Temperaturen beginnt auch in diesem Jahr die Saison der Asiatischen Tigermücke (Aedes albopictus). Die ursprünglich aus Südostasien stammende Stechmückenart hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend in Europa und auch in Baden-Württemberg ausgebreitet. Begünstigt durch milde Winter und warme Sommer findet sie hier immer bessere Lebensbedingungen vor. Die Hauptaktivitäts- und Vermehrungszeit erstreckt sich in der Regel von April bis Oktober, wobei insbesondere die warmen Sommermonate ideale Bedingungen für ihre Entwicklung bieten.Die Asiatische Tigermücke ist kleiner als heimische Stechmücken und anhand ihres charakteristischen schwarz-weißen Erscheinungsbildes gut zu erkennen. Sie ist tagaktiv, besonders stichfreudig und kann unter bestimmten Bedingungen Krankheitserreger wie Dengue-, Chikungunya- oder Zika-Viren übertragen. Aus diesem Grund wird ihre weitere Ausbreitung aufmerksam beobachtet und ihre Bekämpfung als wichtige Präventionsmaßnahme angesehen.Die wirksamste Maßnahme zur Eindämmung der Asiatischen Tigermücke besteht darin, mögliche Brutstätten konsequent zu beseitigen. Bereits kleine, stehende Wasseransammlungen reichen aus, damit sich die Larven innerhalb weniger Tage entwickeln können. Daher sollten ungenutzte Gefäße und Altreifen entsorgt sowie Gießkannen, Eimer und Gartengeräte trocken oder umgedreht gelagert werden. Regentonnen und andere Wasserbehälter sollten dauerhaft abgedeckt, Dachrinnen und Abläufe regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden. Tiertränken, Blumentopfuntersetzer und Übertöpfe sollten mindestens einmal pro Woche vollständig geleert und gereinigt werden. Auch nach der Stechmückensaison empfiehlt es sich, Behältnisse vor dem Einlagern gründlich zu reinigen, um überwinternde Eier zu entfernen. Für Wasserstellen, die sich nicht beseitigen oder regelmäßig entleeren lassen, sind wasserlösliche Tabletten auf Bti-Basis zur Bekämpfung von Stechmückenlarven geeignet.Wer eine vermeintliche Asiatische Tigermücke entdeckt, wird gebeten, diese möglichst zu fotografieren und über das Meldeportal „STICHT!“ (https.//www.kabsev.de/stichts) zu melden. Des Weiteren können Sie sich bei Fragen an das Gesundheitsamt des Landkreises Rastatt, E-Mail: amt23@landkreis-rastatt.de, Tel. 07222-381-2300, wenden. Falls möglich, sollte die Mücke vorsichtig und möglichst schonend erschlagen sowie bis zur Rückmeldung aufbewahrt werden, damit eine sichere Bestimmung erfolgen kann. Durch die Meldung von Verdachtsfällen kann die weitere Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke besser überwacht und ihre Bekämpfung gezielt unterstützt werden.

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