Ankündigung von Baugrunduntersuchungen im Projekt „Netzverstärkung Badische Rheinschiene (NBR)“ des Übertragungsnetzbetreibers TransnetBW

Die TransnetBW GmbH mit Sitz in Stuttgart betreibt als Übertragungsnetzbetreiber das Höchstspannungsnetz in Baden-Württemberg und ist gemäß § 11 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) zur Instandhaltung und zum bedarfsgerechten Ausbau verpflichtet. Mit dem Vorhaben Nr. 21 des Bundesbedarfsplangesetzes (BBPlG), der „380-kV-Netzverstärkung Daxlanden – Eichstetten“ (Projekt „Netzverstärkung Badische Rheinschiene“), wird die Übertragungskapazität zwischen Karlsruhe-Daxlanden und Eichstetten am Kaiserstuhl in möglichst bestehender Trasse von 220 auf 380 Kilovolt erhöht. In diesem Zusammenhang sind Untersuchungen zur Erkundung der Boden- und Grundwasserbeschaffenheit vorgesehen, um das Vorhaben möglichst umweltschonend umzusetzen. Dabei handelt es sich um erweiterte hydrogeologische Untersuchungen, die aufgrund der zu erwartenden Bauwasserhaltungen und zur Bestimmung gelöster Stoffe im Grundwasser erforderlich sind. Betroffen sind einzelne Maststandorte auf den nachfolgend genannten Flurstücken. Die von TransnetBW beauftragte Cteam Consulting & Anlagenbau GmbH wird voraussichtlich ab Juli 2026 insgesamt zwei Pegel- und Grundwasserbohrungen durchführen, die als Grundlage für die Planung der Wasserhaltung dienen. Der genaue Zeitpunkt steht derzeit noch nicht fest. Abhängig von Standort und Ausbauart dauern die Arbeiten je Bohrpunkt nur wenige Stunden. Einzelne Bohrungen werden zu Grundwassermessstellen (GWM) ausgebaut und entsprechend gekennzeichnet.
Betroffen sind folgende Flurstücke in der Gemeinde Kuppenheim, Gemarkung Kuppenheim: Bohrungen: 1422, 1468
Die Durchführung der Bohrungen und der Ausbau von Grundwassermessstellen erfolgen auf Grundlage der anerkannten Regeln der Technik. Art und Umfang der Arbeiten richten sich nach den örtlichen hydrogeologischen Verhältnissen und umfassen in der Regel Rotationskernbohrungen mit anschließender Installation der Messstellen. Für die Bohrungen ist es erforderlich, die Flurstücke zu betreten sowie land- und forstwirtschaftliche Wege zu befahren, um die Maststandorte zu erreichen. Zum Einsatz kommt ein Raupenfahrzeug mit Bohrgerät, welches von einem LKW mit Anhänger über die vorhandenen Straßen zu den Bohransatzpunkten transportiert wird. Ein Lieferwagen begleitet den Transport. Die Zufahrt zu den eigentlichen Bohrpunkten erfolgt ausschließlich mittels Transportraupe mit Bohrgerät. Der LKW mit Anhänger und der Lieferwagen verbleiben an geeigneter Stelle am Wegesrand. Abweichungen zu den hier genannten Einsatzfahrzeugen können nicht ausgeschlossen werden. Die Bohrungen erfolgen bis in eine Tiefe von etwa 10 Metern. Die entstandenen Bohrlöcher der Pegel- und Grundwassermessstellen haben einen Durchmesser von maximal 24 Zentimetern und werden nach Abschluss der Arbeiten wieder ordnungsgemäß rückgebaut und mit Tonpellets verfüllt. Die Berechtigung zur Durchführung der Vorarbeiten ergibt sich aus § 44 Abs. 1 EnWG. Die Betretung der Flurstücke erfolgt mit größtmöglicher Sorgfalt. Im Regelfall entstehen keine oder nur geringfügige Beeinträchtigungen. Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu Flurschäden kommen, werden diese kompensiert. Kontakt:Dialog Netzbau Telefon: 0800 / 3804701 E-Mail: dialognetzbau@transnetbw.de